Unsere Motivation

Es geht immer um das Dasein für den Menschen, der uns gerade braucht!

Was uns antreibt, was uns täglich motiviert, wird greifbar in der bekannten Erzählung vom barmherzigen Samariter. Sie handelt von drei Männern, von denen jeweils gesagt wird: "Er sah", aber nur einer von ihnen sah mit dem Herzen. Die anderen hatten ihr Herz verschlossen. Einzig der Samariter wagte die Wirklichkeit zu sehen und fürchtete sich nicht vor den Folgen. Er unterbrach seinen Weg, stieg ab und beugte sich über den, der seiner Hilfe bedurfte und nahm sich dessen an, der sonst elend umgekommen wäre.

Was diese bildhafte Geschichte beschreibt, ist heute ein Beruf geworden, ausgeübt von Ärzten, Fach- und Pflegepersonal und vielen Mitarbeitern im Krankenhaus. Aber wenn es wirklich der Dienst ist, den das Evangelium meint, dann geht es noch immer um dieses Sehen des barmherzigen Samariters, um dieses "Sich kümmern" und um das Dasein für den Menschen, der uns braucht. Sonst wird trotz aller modernen Technik und allem ärztlichen und fachlichen wie pflegerischen Können den Menschen im Letzten nicht geholfen. Um dieses christliche Tun und Helfen in dienender "Hingabe" soll es uns gehen.

So endet die Geschichte des barmherzigen Samariters auch mit der Aufforderung des Herrn an uns: "Gehe hin und tue ebenso" (LK 10,37). Dies darf nicht in Vergessenheit geraten. Die Clemensschwestern bitten, dass viele mit ihnen den Auftrag der Barmherzigkeit erfüllen. "Dann werden", wie unsere Weisungen es sagen, "die Kranken Hilfe erfahren, die Sterbenden Beistand, die Unruhigen Geduld, die Betrübten Tröstung und alle Menschen, die Lebenden und die Toten, unser Gebet".