Das Augustahospital Anholt lädt am 31. August 2013 zum Parkinson-Tag ein. Dank des mehrstündigen Programms der Veranstaltung werden Mediziner, Fachkreise, aber auch Betroffene ausgiebig über neue, aktuelle Behandlungsansätze informiert.

Parkinson-Tag 2013 im Augustahospital: Interessantes Programm informiert über neue Behandlungsansätze

[12.08.2013]

Interessante Vorträge, einprägsame Praxisschilderungen, zusätzlich vorgesehen sind anschauliche Geräte-Vorführungen und intensiver Erfahrungsaustausch: Für den vom Anholter Augustahospital am 31. August 2013 abermals organisierten Parkinson-Tag hat PD Dr. Michael Haupts, der Ärztliche Direktor des Hauses, ein umfangreiches Programm erstellt. Es richtet sich zum einen an Berufskollegen und Fachkreise, zum anderen sind Betroffene eingeladen, sich über neue, aktuelle Behandlungsansätze zu informieren.

Gewaltige Fortschritte

In Deutschland werden immer mehr Menschen jenseits des Rentenalters mit dem Befund Parkinson konfrontiert. Gleichzeitig jedoch verzeichneten Medizin und Forschung während der vergangenen Jahrzehnte gewaltige Fortschritte im Kampf gegen die Krankheit: Erfolge, die für den Einzelnen letztlich Zuwachs an Lebensqualität bedeuten. Aufgrund der inzwischen verfeinerten Therapiekonzepte auch bei „nichtmotorischen Störungen“ wie beispielsweise  Blasenproblemen, Schlafschwierigkeiten oder Depressionen lassen sich individuelle Symptome merklich verringern - alles Details, die Haupts ausführlich erläutern wird. „Mehr und besseres Wissen hilft dabei“, betont er, „sich konstruktiv mit der Diagnose auseinanderzusetzen.“

Ein anderer, wichtiger Aspekt in seinen Ausführungen: das sogenannte Drei-Säulen-Modell, welches die Einnahme von Arzneimitteln, Übungen im sportlichen und krankengymnastischen Bereich sowie soziale Aktivitäten umfasst. Gerade in fortgeschrittenen Stadien reichen Tabletten oft nicht aus. Für derlei Fälle existiert dann vor Ort die Möglichkeit zu mehrwöchigen, neurologischen Komplextherapien, die medikamentöse und nichtmedikamentöse Heilverfahren kombinieren.

Enge Kooperation

Darüber hinaus können gemeinsam mit der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität, einem engen Kooperationspartner, sogar operative Eingriffe geplant werden. Dank der guten Zusammenarbeit mit dieser Hochschule gelang es zudem, Professor Dr. Alfons Schnitzler als Gast-Referenten zu gewinnen. Er spricht über zukunftsweisende Perspektiven bei Hirnstimulationsverfahren: Invasive Maßnahmen, die auf Grundlage gezielter Anreize - im weitesten Sinne mit der Funktion eines Herzschrittmachers vergleichbar - den Parkinson-Patienten eine Verbesserung ihrer eigenen Bewegungsabläufe bescheren.

Das Spektrum der inhaltlichen Beiträge rundet Logopädin Silvia Hessling ab, sie wiederum gehört zum Team der Anholter Spezialklinik. Ihr Beitrag steht unter der Überschrift „Schlucken – Sprechen – Speichelfluss“. Anschließend gibt es für Gäste Gelegenheit, bei Rundgängen durch das Gebäude verschiedene Räumlichkeiten zu besichtigen. 

Namhafte Sponsoren

Die von namhaften Firmen unterstützte Veranstaltung findet ab 9.15 Uhr im Physiotherapie-Saal (2. Obergeschoss) statt. Ärztliche Besucher bekommen die Teilnahme als Fortbildung zertifiziert. Aufgrund begrenzter Kapazitäten bitten die Ausrichter bis zum 25. August um vorherige Anmeldung im Sekretariat von Dr. Haupts unter der Rufnummer Tel. (02874) 46-431 oder unter der E-Mail-Adresse e.schuster@augustahospital.de.

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Flyer: Parkinson-Tag 2013pdf236.7 KB