Parkinson-Gruppe besichtigt Augustahospital

[10.08.2011]

Wie sieht es eigentlich vor Ort aus? Und was erwartet mich dort? Diese und ähnliche Fragen stellen sich Patienten häufig vor einem Krankenhausaufenthalt. Genauso erging es auch den Mitgliedern der Parkinsongruppe Bocholt. Ihr Regionalleiter Manfred Holtwick, der das Augustahospital Anholt bereits von einem Aufenthalt kannte, arrangierte deshalb kurzerhand eine Führung durch die Einrichtung.

Vorstellung des Hauses

Die 30-Mann starke Gruppe wurde von dem Ärztlichen Direktor Priv.-Doz. Dr. Michael Haupts und dem Pflegedirektor Joachim Weidemann in Empfang genommen. In gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen stellte Dr. Haupts das Augustahospital Anholt vor: So erfuhren die Besucher, wie in den letzten 30 Jahren aus einem Hospital mit Abteilungen für Innere, Chirurgie und Gynäkologie Schritt für Schritt eine Fachklinik für Neurologie mit den Schwerpunkten Multiple Sklerose, Morbus Parkinson und  Neurologische Frührehabilitation wurde. Ein Überblick über die verschiedenen therapeutischen Möglichkeiten sowie persönliche Fragen an den Direktor rundeten den ersten Teil des Besuches der Selbsthilfegruppe ab.

Besichtigung der Abteilungen

Weiter ging es mit einer Führung durch die Räumlichkeiten und Abteilungen. Schwester Stefanie und Joachim Weidemann geleiteten die Teilnehmer in zwei Gruppen durch sämtliche Etagen des Hauses: So konnten die Physikalische Abteilung mit ihrem Schwimmbad, die barrierefreien Patientenzimmer und natürlich die therapeutischen Abteilungen in Augenschein genommen werden. Dass in der Therapie Aktivität und Partizipation von großer Bedeutung sind, merkten die Besucher schnell. Sie erhielten von Burke Ilgen, der Leiterin der Ergotherapie, nicht nur Informationen zur Therapie bei Parkinson sowie Tipps und Tricks, sondern durften auch selber aktiv werden: Mit der Steuerung in der Hand galt es auf dem Fernsehbildschirm die Pins beim Wii-Bowling abzuräumen. Und siehe da, gleich der erste Versuch war ein Abräumer! Abschließend trafen sich beide Besuchergruppen im Park des Krankenhauses, auf den trotz des schlechten Wetter unbedingt ein Blick geworfen werden musste.