Die Betriebsleitung des Augustahospitals und der Geschäftsführer der Misericordia GmbH Münster verabschieden Hans-Bernhard Lammers (3. v. li.) in den Ruhestand

Geschäftsführer Lammers verlässt nach 26 Jahren das Augustahospital

[29.03.2012]

Nach über 26 Jahren betrat Hans-Bernhard Lammers am Mittwoch, 28. März, zum vorerst letzten Mal seinen Arbeitsplatz im Augustahospital Anholt. Der Geschäftsführer der neurologischen Fachklinik wurde feierlich in den wohl verdienten Frühruhestand verabschiedet.

Der 60-Jährige Lammers kam nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann und Tätigkeit bei einer Ersatzkasse am 1. September 1985 als Verwaltungsdirektor an das Augustahospital. Später wurde er dann Geschäftsführer und führte das Haus an die Spitze der neurologischen Fachkliniken in Deutschland.

Schon 1987 entwickelte er gemeinsam mit dem damaligen Ärztlichen Direktor, Prof. Dr. Dietmar Seidel, und der inzwischen verstorbenen Krankenhausoberin, Sr. Sieglind, die erste bauliche Zielplanvision für das Augustahospital, und setzte diese auch weitgehend um. Hier zeichnete sich auch seine Passion für das Bauen ab: Durch gezielte Investitionen veränderte Lammers das Augustahospital und prägte dadurch das heutige Erscheinungsbild des Krankenhauses maßgeblich.

Es folgte die Errichtung eines Bettenhauses, die Erweiterung des Behandlungstraktes, der Anbau des Schwesternwohnheims und die Schaffung neuer Räumlichkeiten für den Issel Pflegedienst. Von 2003-2006 kam dann als weiterer großer Meilenstein der Bau des neuen Bettenhauses mit Neubau der Küche und Cafeteria, Sanierung des alten Bettenhauses sowie der Fassade und des Daches hinzu. Seine letzte Handlung war die erst in diesem Monat fertiggestellte medizinische Trainingstherapie, die er noch vor zwei Wochen feierlich eröffnen durfte.

Doch Lammers engagierte sich nicht nur in der Gestaltung des Augustahospitals außerordentlich. Er setzte sich auch für Verbesserungen zum Wohle der Patienten ein und unterstützte als Ausdruck seiner tiefen Verbundenheit zu den Clemensschwestern deren Missionsstation in Ruanda. Dabei war und ist für ihn stets das Miteinander im christlichen Sinne handlungsweisend.

Eine besondere Herzensangelegenheit ist für Hans-Bernhard Lammers auch der Kontakt zu Menschen in Mogilew, einer „Tschernobyl“-geschädigten Stadt. Familie Lammers nahm als eine der ersten Gastkinder aus der Stadt Mogilew auf, zu denen immer noch enger Kontakt besteht. Dieses Engagement übertrug sich natürlich auch auf die Arbeit der Misericordia-Häuser: Es entstanden dauerhafte Verbindungen zu Kliniken in Mogilew, Hilfslieferungen wurden regelmäßig durchgeführt und Ärzte hospitierten hier bei uns in Deutschland.

Lammers letzter Tag in „seinem“ Krankenhaus wurde gebührend gefeiert. Familie, Freunde, Kollegen und Wegbegleiter kamen zu einem Empfang mit anschließendem Dankgottesdienst zusammen, und ehrten den dreifachen Familienvater danach in einem Festakt. Lammers, der mit seiner Familie in Anholt wohnt, wird sich sicher noch das ein oder andere Mal an seinem alten Arbeitsplatz sehen lassen. Ganz leicht fällt ihm der Abschied nämlich nicht, aber er freut sich auf die freie Zeit mit seiner Frau und auf die vielen Unternehmungen, die nun anstehen werden.