Dr. Sabine Schipper und PD Dr. Michael Haupts informierten Betroffene über die Symptomatischen Therapien bei MS.

Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft im Augustahospital Anholt

[04.09.2014]

In Kooperation mit dem DMSG Landesverband NRW e.V. fand im Augustahospital Anholt ein Seminar zum Thema „Symptomatische Therapien“ statt. Hinter dem weit gefassten Titel verbarg sich eine informative und umfangreiche Abendveranstaltung, zu der Dr. Sabine Schipper, Diplom-Psychologin und Geschäftsführerin der DMSG NRW sowie Privat Dozent Dr. Michael Haupts, Ärztlicher Direktor des Augustahospitals einluden. Bereits in den ersten Minuten wurde ersichtlich, dass dieses Dozententeam nicht zum ersten Mal gemeinschaftlich referierte. Die harmonische Mischung aus neurologischer und psychologischer Sicht lieferte den rund 40 Zuhörern einen informativen Gesamtüberblick über mögliche Symptome, die während des Krankheitsverlaufes der MS auftreten können. Hierbei richteten die Experten besonders den Blick auf mögliche Behandlungsmethoden, um Auswirkungen bestmöglich zu lindern und die Lebensqualität des Einzelnen zu erhöhen. Eine eindeutige Botschaft ließ sich im Verlauf des Abends festhalten: Sport, Sport, Sport. Denn viele der beschriebenen Begleiterscheinungen lassen sich durch Bewegung positiv beeinflussen.

Insbesondere dem Thema der Fatigue, dem sogenannten Erschöpfungssyndrom widmeten Schipper und Haupts einen erheblichen Teil der Veranstaltung. Die Geschäftsführerin des DMSG NRW e.V. erklärte: „Es ist bekannt, dass die Fatigue einen hohen Einfluss auf körperliche und psychische Lebensqualität hat und sich in Form körperlicher und/oder geistiger Auswirkungen zeigt.“ Die Ursachen der Erkrankung sind derzeit jedoch nicht hinreichend bekannt, Fatigue nicht heilbar. So kann die Erschöpfung bei Hitze ausgeprägter sein oder aber durch Inaktivität, unausgewogener Ernährung oder Schlafstörungen negativ beeinflusst werden. Umso wichtiger ist eine detaillierte Diagnose, bei der die Form der Fatigue bestimmt wird, um den Auswirkungen mit geeigneten Hilfsmitteln positiv entgegen zu wirken.

Viele hilfreiche Tipps und praxisnahe Informationen weckten das Interesse des Publikums. Nicht verwunderlich, dass viele Betroffene die Gelegenheit nutzten und sich individuelle Ratschläge von den Experten einholten und so aus der offenen Fragerunde ein angeregter Austausch wurde. Am Ende der gelungenen Veranstaltung waren sich alle einig: Ein Seminar in dieser Form verlangt der Wiederholung.