Carl Philipp Fürst zu Salm-Salm (3.v. l.) überreichte im Augastahospital Anholt Geschäftsführer Gilbert Aldejohann (2.v.l.) sowie Verwaltungsdirektor Sebastian Lasczok (4.v.l.) einen Scheck in Höhe von 7220 Euro zur Reparatur der historischen Windmühle, die als markantes Wahrzeichen den Park des Krankenhauses prägt. Über die großzügige Spende freuten sich zudem der Ärztliche Direktor PD Dr. Michael Haupts (v.l.), Pflegedirektor Joachim Weidemann sowie Pastoralreferentin Schwester Marie-Theres.

Carl Philipp Fürst zu Salm-Salm überreichte im Augustahospital stattlichen Scheck

[19.07.2013]

Hoher Besuch hatte sich angekündigt. Und der sorgte im Foyer des Anholter Augustahospitals bereits nach wenigen Minuten für eine grandiose Überraschung: Kaum waren die ersten freundlichen Begrüßungsworte gewechselt, händigte Carl Philipp Fürst zu Salm-Salm der Betriebsleitung mit Geschäftsführer Gilbert Aldejohann, Verwaltungsdirektor Sebastian Lasczok,  dem Ärztlichen Direktor PD Dr. Michael Haupts sowie Pflegedirektor Joachim Weidemann an der Spitze einen Scheck in Höhe von 7220 Euro aus. 

Die stattliche Summe, sie beruht auf  einer noblen Geste: Aus Anlass des am 19. Mai begangenen 80. Geburtstages hatte Seine Durchlaucht auf etwaige Präsente verzichtet, stattdessen lieber Geldgeschenke zugunsten der hiesigen, weit über die Region hinaus bekannten  Klinik für Neurologie erbeten. „Ich wollte mich nicht in den Mittelpunkt stellen“, betonte er bei der Übergabe, „fand es erheblich angemessener, einen guten Zweck zu unterstützen.“

Der Vorschlag war seinerzeit – beim Empfang des Jubilars in der Wasserburg – von vielen Gratulanten beherzigt worden. „Insofern“, fügte der  Fürst bescheiden hinzu, „sind  zweifellos all jene, die meine Idee aufgegriffen haben, die Hauptpersonen.“

Soziales Engagement

Hocherfreut nahm Lasczok die Bankanweisung entgegen. „Ihnen gebührt für ihre außergewöhnliche Initiative ein riesiges Dankeschön“, wandte er sich direkt an den Gast, „zugleich bedanken wir uns ebenso herzlich bei sämtlichen Spendern, die dem Aufruf derart großzügig folgten.“ Wofür der Betrag verwendet wird, darüber bestand schnell Einigkeit: Er soll dazu beitragen, dass jetzt alsbald Reparaturarbeiten an der historischen Windmühle, dem markanten Wahrzeichen im Park des Krankenhauses, in Auftrag gegeben werden können. 

Dass seit jeher soziale  Belange in der Tradition der Familie zu Salm-Salm gepflegt wurden, machte Dr. Haupts während des Rundgangs durch das Gebäude deutlich. So verwies er auf das unvergessene, beispielhafte Engagement der Urahnin und Namenspatronin Fürstin Augusta, die sich im Jahr 1850 tatkräftig für den "Städtischen Armenfonds" und für ein „christlich geprägtes Institut“ eingesetzt hatte.

Beachtlicher Spezialisierungsgrad

Eine Art Vorläufer der heutigen Einrichtung - wie überhaupt die kontinuierliche Weiterentwicklung des Hospitals zur modernen, gezielt auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnittenen Fach-Adresse immer wieder von finanziellen Zuwendungen begleitet worden war. Welch beachtlichen Spezialisierungsgrad man dabei inzwischen erreicht hat, spiegelte die Besichtigung einzelner Stationen oder Therapieräume wider.

Am Ende des knapp dreistündigen Treffens – das Mittagessen in gemütlicher Runde rundete den gegenseitigen Gedankenaustausch ab – strich Lasczok die „harmonische Atmosphäre“ der Begegnung heraus: „Sie war geprägt durch offene, vertrauensvolle Gespräche. Jeder am Tisch hat sich sehr wohl gefühlt.“